Ausgangspunkt der Tagung war das seit Frühjahr 2025 laufende, auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Räume öffnen. Ein internationales Kunstvermittlungsprojekt einer Missionssammlung im Erzbistum Paderborn“, angesiedelt an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Paderborn.
Im Zentrum des Projekts stehen Objekte der missionsgeschichtlichen Sammlung im Missionshaus Neuenbeken. Ziel ist es, diese Sammlung beispielhaft für andere Sammlungen, mit künstlerischen Methoden neu zu erschließen, kritisch zu befragen und die komplexen Verflechtungen und Bedeutungen neu zu beleuchten.
Das Forschungsprojekt wird gefördert durch die Stiftung Bischof Meinwerk des Erzbischöflichen Stuhls zu Paderborn.
Die nun durchgeführte Tagung war die erste Veranstaltung des Projekts vor Ort – sowohl im Missionshaus Neuenbeken als auch an der Hochschule. Sie diente dazu, zentrale Fragestellungen des Forschungsprojekts gemeinsam mit Fachkolleg*innen und der interessierten Öffentlichkeit zu diskutieren sowie erste Erfahrungen und Ergebnisse aus der kunstvermittelnden Arbeit zu reflektieren.
Im Fokus standen dabei Fragen wie:
- Wie können Missionssammlungen heute verantwortungsvoll vermittelt werden?
- Welche Rolle spielen künstlerische Methoden im Umgang mit komplexen, teils belasteten historischen Kontexten?
- Wie lassen sich Räume öffnen – für Bewegung, Dialog und neue Deutungen?
Dazu kamen internationale Vertreterinnen aus dem europäischen und afrikanischen Raum zu einem intensiven und fruchtbaren Austausch zusammen. Beteiligt waren Expertinnen aus den Bereichen:
- Kunst und Kunstvermittlung
- Museumspädagogik
- Postkoloniale Studien
- Missions- und Regionalgeschichte
- Soziale Arbeit
- Globales Lernen
Neben fachlichen Impulsen und Diskussionen spielte auch der kreative Ausdruck eine zentrale Rolle. Künstlerische Formate ermöglichten neue Zugänge zu den Sammlungsobjekten und eröffneten Räume für persönliche, kritische und dialogische Auseinandersetzung.
Die Tagung markiert einen wichtigen Meilenstein im Forschungsprojekt „Räume öffnen“. Die gewonnenen Impulse, Gespräche und künstlerischen Erfahrungen fließen in die weitere Projektarbeit ein und bilden die Grundlage für zukünftige Vermittlungsformate, Kooperationen und öffentliche Angebote.
Das Projekt versteht sich als Einladung:
Räume zu öffnen – für Geschichte, Gegenwart und Zukunft, für Dialog über Kontinente hinweg und für neue Formen des gemeinsamen Lernens.






