In seiner Festpredigt nahm P. Klaus Scheppe, Franziskaner, die Jubilarinnen, die Schwestern und die zahlreichen Gäste mit hinein in die Frage nach dem „schweigenden Gott“: in den Glauben an einen Gott, der sich unserem Leben nicht immer spürbar zeigt, der manchmal zu schweigen und zu fehlen scheint. Gerade darin, so P. Klaus, liegt eine der großen Herausforderungen, aber auch eines der großen Geheimnisse des Ordenslebens: Gott trotz allen Schweigens und Vermissens im Dienst an den Menschen zu bezeugen.
Auf diesen Gott zu vertrauen und auf ihn zu hoffen, kann schließlich dazu führen, ihn gerade in seiner scheinbaren Abwesenheit als den Anwesenden zu erfahren.
Ein besonders berührender Moment war die Erneuerung der Gelübde. Die drei Jubilarinnen sprachen ihre Versprechen in eigenen Worten und bekräftigten damit ihre lebenslange Verbundenheit mit Christus und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. So wurde ihr Jubiläum zu einem lebendigen geistlichen Zeugnis für die Kirche von heute.
Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich die Feier nach dem Gottesdienst in froher Runde fort. Begegnung, Dankbarkeit und viele gute Gespräche machten diesen besonderen Tag zu einem Fest, an dem die Freude über 60 bzw. 65 Jahre gelebter Berufung spürbar wurde.


